Pflanzenwelt

Wegen der Vielgestaltigkeit der Biotope und der eingeschränkten Nutzung hat sich auf der Halbinsel eine reiche Flora mit vielen Arten entwickelt, die auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten des Landes Mecklenburg-Vorpommern stehen oder durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt sind.
 
Auf den Trocken- und Magerrasen, die zu den artenreichsten Biotopen gehören, finden sich zahlreiche geschützte bzw. gefährdete Pflanzen: u.a. Strand-Grasnelke, Körnchen-Steinbrech, Sand-Strohblume, Mondrautenfarn, Wiesenschlüsselblume, Golddistel, Schopf-Kreuzblümchen, Frühlings-Ehrenpreis, Platterbsen-Wicke, Stengellose Kratzdistel und Gemeines Zittergras. Zur Erhaltung der Trocken- und Magerrasen ist eine schonende Beweidung wichtig. Aus diesem Grund befindet sich eine Schafherde auf der Halbinsel.
 
Floristische Besonderheiten im Uferbereich und an den Steilküsten sind beispielsweise Strand-Tausendgüldenkraut, Europäischer Meersenf, Sumpf-Schafgarbe, Wasser-Sellerie, Strand-Dreizack und Bodden-Binse. Das Birkenmoor im nördlichen Teil der Halbinsel Devin ist ein durch Regenwasser gespeistes und deshalb wechselfeuchtes Kesselmoor. An geschützten Pflanzenarten findet man im Birkenmoor u.a. Gemeines Haarmützenmoos, Königsfarn und Kammfarn. Das dort noch vorkommende Schmalblättrige Wollgras und die Schnabel-Segge sowie der Gemeine Wassernabel stehen auf der Roten Liste. Dominierend sind Schilfröhricht und Torfmoosgesellschaften, die typische Moorschwingrasen bilden.

Auf der Orchideenwiese im Ostteil der Halbinsel befindet sich der größte Bestand an heimischen Orchideen im Stadtgebiet von Stralsund. Sieben Arten mit mehreren hundert Exemplaren wachsen hier. Die vier häufigsten Arten sind: Steifblättriges Knabenkraut, Breitblättriges Knabenkraut, Sumpfsitter und Breitblättriger Sitter. Zur Erhaltung des Orchideenbestandes ist ein Kurzhalten der konkurrierenden Begleitvegetation notwendig. Neben den geschützten Orchideen findet man noch mehrere gefährdete Arten wie beispielsweise Wiesen-Margerite, Wassernabel, Kuckucks-Lichtnelke und Blaugrüne Segge.
Pflanzenwelt/Pflege:
Das Schutzgebiet wird von ruderalsierten Magerrasen dominiert. Sand-Grasnelke, Berg Jasione, Kleines Habichtskraut und Gemeiner Steinquendel sind nur ein kleiner Ausschnitt aus der Liste der hier nachgewiesenen Arten. Bemerkenswert ist das Vorkommen des vom Aussterben bedrohten Deutschen Filzkrautes. Nur über eine andauernde, angepasste Beweidung kann das Aufwachsen von Sträuchern und Bäumen verhindert bzw. verzögert werden. Um den Charakter des Gebietes als halboffene Landschaft zu erhalten, sind darüber hinaus mechanische Pflegemaßnahmen notwendig. So haben in der Vergangenheit immer wieder Ausholzungen stattgefunden. Eine Besonderheit des Gebietes sind die Orchideenvorkommen. Steifblättriges und Breitblättriges Knabenkraut, Sumpfsitter und Breitblättriger Sitter bilden zum Teil regional bedeutende Bestände.
Die Betreuung der Orchideenvorkommen bildet einen der Schwerpunkte der Arbeit des Fördervereins für Landschaft und Naturschutz Devin e.V.

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